Das "Land's end" von Essaouira

Cap Sim oder ein Besuch auf einem anderen Planeten

Cap Sim,  das "Land's End"  von Essaouira.
Cap Sim, das "Land's End" von Essaouira.

Wenige Kilometer südlich von Essaouira, wie auf einer großen Nasenspitze, liegt Cap Sim. Als erstes sieht man die riesigen Flügel der Windanlage, die sich unablässig im Wind drehen. Wir wissen nicht, ob es stimmt, aber die Leute aus dem kleinen Dorf nebenan behaupten, dass die Windmühlen mit ihrem ständigen Rotieren die Kühe durcheinander bringen, so dass die armen Tiere, die seit jeher auf dem Gelände weideten, das Gleichgewicht verlieren.  Eigentlich würde man meinen, dass man hier, quasi am Ende der Welt, fernab von allen ökologischen und ökonomischen Problemen wäre, aber offenbar weit gefehlt.

Indessen, während man die Küste entlang wandert, vergisst man schnell alles, was mit dem modernen Leben zu tun hat. Man nähert sich, Schritt für Schritt, einer Welt, in der die Zeit stehen geblieben scheint.

Felsen, in deren Oberfläche die ewige Existenz zwischen Meer und Erde phantastische Spuren gezeichnet hat. Grotten, die nur bei Ebbe betreten werden können. Mächtige Dünen, die an die Wüste erinnern. Von grünem Moos bewachsene Felsen, auf denen sich Möwen ausruhen.

 Endlich erreicht man den Hügel mit dem Leuchtturm, der weit in die Landschaft ragt. Der Wärter erlaubt uns, hinauf zu steigen auf den Turm. Von hier aus kann man auch Essaouira sehen, weiß leuchtend in der Ferne. 

Ein Ausflug nach Cap Sim ist nichts für Leute, die schlecht zu Fuß sind. Für alle anderen ist er die Anstrengung wert.

Der Leuchtturm und die Stille